Ohranlegen
Beim "Ohren anlegen" handelt es sich immer um eine Korrektur von Form und Stellung. Die häufigste angeborene Deformität ist das Abstehen der Ohren.
Ein Abstehen der Ohren haben die Eltern schon früh bei Ihren Kindern wahrgenommen. Die Säuglinge wurden aus diesem Grund ständig in einer Seitenlagerung ins
Bett gelegt oder die Ohren wurden angeklebt. Zum "Ohren anlegen" führen diese Maßnahmen allerdings nicht zum Erfolg. Der einzige Grund für ein Abstehen der
Ohren besteht in der unausgeglichenen Spannung des Ohrknorpels. Da die Spannung der Vorderseite größer ist, steht das Ohr nach vorne ab. Normalerweise biegt
die Knorpelwölbung das Ohr nach hinten, diese ist aber nicht genug ausgebildet. Aber auch eine zu große Ohrmuschel kann für das Abstehen der Ohren
verantwortlich sein.
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Operationsverlauf
Das "Ohren anlegen" ist heute ein Routineeingriff, aber auch dieser Eingriff setzt Erfahrung und Geschick zum Gelingen voraus. Die Ohrkorrektur erfolgt bei örtlicher Betäubung. Nur bei Kinder wird eine Vollnarkose angewandt.
Zum "Ohren anlegen" gibt es im wesentlichen zwei Vorgehensweisen:
- Wenn der Innenmuschelanteil zu groß ist, wird hinter den Ohren Knorpelmasse mit einem Skalpell entfernt. Der Schnitt ist hinterher nicht mehr sichtbar. So ist es Möglich, Knorpelspannung durch die Modellierung zu entfernen und die Ohrknorpel in Form zu bringen die erwünscht ist.
- Der vorhandene Knorpel wird im vorderen Ohrrelief vorsichtig abgetragen, wenn die Ohrmuschelfalten nicht genügend ausgebildet sind. Dadurch verändert sich das Ohr in die gewünschte Position.