Wurzelspitzenresektion
Die Entfernung einer Wurzelspitze des Zahns, nennt man Wurzelspitzenresektion. Zwischen Wurzel- und Wurzelspitzenentfernung sollte unterschieden werden. Der Zugang auf die Zahnwurzel erfolgt bei einer Wurzelspitzenresektion von außen durch den Kieferknochen. Es sollte dabei ca. 3mm der Wurzelspitze und der entzündete Bereich um die Wurzel entfernt werden.
Die Wurzelspitzenresektion ist notwendig, wenn es trotz einer korrekter zahnärztlichen Behandlung entlang des Wurzelkanals zu Komplikationen kommt oder sich keine Heilung einstellt. Es gibt Behandlungsfälle, in denen die Wurzelspitzenresektion ohne vorherige konservative Therapie der Zähne durchgeführt wird. Zu diesen Ausnahmen gehören z.B. die Ausdehnung einer entzündlichen Veränderung, eine wurzelnahe Zyste, anatomische Besonderheiten oder ein Zahnbruch im unteren Wurzeldrittel.
Nach der Wurzelspitzenresektion sollten Sie nicht am Straßenverkehr teilnehmen oder aktiv Maschinen bedienen, sondern sich durch eine zweite Person abholen lassen, da der operative Stress einer Wurzelspitzenresektion bzw. die örtliche Betäubung Ihr Fahrverhalten verändert. Ihr Operateur, Dr. med. Dr. med. dent. Maick Griebenow in Dortmund wird Sie über weitere Maßnahmen zur Wurzelspitzenresektion aufklären.
Wenn Sie sonstige Fragen zur Wurzelspitzenresektion stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Operationsverlauf der Wurzelspitzenresektion
Auf einer Röntgenaufnahme kontrolliert der Zahnarzt vor der Wurzelspitzenresektion zuerst den Zustand des Zahnes. Die Schmerzempfindung wird bei der Wurzelspitzenresektion durch eine örtliche Betäubung ausgeschaltet. Was bleibt ist ein Druckgefühl während der OP. Danach wird das Zahnfleisch vom Knochen gelöst und die Wurzelspitze mit einem speziellen Bohrer freigelegt. Die Wurzelspitzenresektion beinhaltet die Entfernung eines kleinen Anteiles der Zahnwurzel aus dem Oberkiefer oder dem Unterkiefer. Nötig ist ein derartiger zahnmedizinischer Eingriff bei einer Entzündung, die sich im Verlauf in Richtung Wurzelspitze entwickelt hat. Ist hier keine Wurzelbehandlung möglich, muss eine Entfernung eines kleinen Teiles der Zahnwurzelspitze erfolgen. Eine Wurzelspitzenresektion ist auf die Behandlung der Entzündung ausgerichtet und ist mit einer Säuberung und Abdichtung des Entzündungsherdes verbunden. Die Operation zur Wurzelspitzenresektion in unserer Praxis setzt voraus, dass der Eingriff kein Risiko für den Patienten darstellt und der betroffene Zahn als erhaltungswürdig gilt.
Anschließend wird in der Wurzelspitzenresektion der Entzündungsherd ausgeräumt und die Wurzelspitze abgetragen. Eine Schwellung kann nach der Wurzelspitzenresektion auftreten, die bis zum dritten Tag zunehmen kann. Schmerzen die von der Wurzelspitzenresektion operationsbedingt sind, klingen nach einigen Tagen ab.
In der Regel kann die Wurzelspitzenresektion schmerzfrei durchgeführt werden. Eine anschließende Kontroll-Röntgenaufnahme sollte zur Überprüfung der korrekten Operationstechnik erstellt werden.
Komplikationen bei einer Wurzelspitzenresektion
Wie bei jeder Operation können auch bei der Wurzelspitzenresektion Schmerzen, Entzündungen, Blutergüsse und Wundheilungsstörungen auftreten. Eine darauf abgestimmte Nachbehandlung wird dann gegebenenfalls nach der Wurzelspitzenresektion notwendig.
Die Eröffnung der Kieferhöhle bei einer Wurzelspitzenresektion im Seitenzahnbereich ist die Hauptkomplikation im Oberkiefer. Um eine Kieferhöhlenentzündung zu verhindern, müssen hier im Rahmen der Wurzelspitzenresektion entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Ein Problem bei einer Wurzelspitzenresektion im Unterkiefer ist im Seitenzahnbereich die Gefährdung des Unterkiefernervs, der die Unterlippe versorgt. Grundsätzlich wird nicht ausgeschlossen, das eine vorübergehende Gefühlsstörung der Unterlippe und der Zähne bestehen kann.
Achtung
Wenn Sie Medikamente, insbesondere Medikamente die die Blutgerinnung hemmen (Marcumar und ASS) einnehmen, sollten Sie diese dem Operateur vor der Wurzelspitzenresektion mitteilen. Das gleiche gilt bei Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien, Stoffwechselerkrankungen und Infektionskrankheiten. Selbstverständlich ist auch die Frage nach einer Schwangerschaft, Missbrauch von Alkohol und Nikotin vor der Wurzelspitzenresektion zu besprechen.
Der Patient darf vier Stunden vor der operativen Wurzelspitzenresektion nichts mehr essen und auch keine Tabakwaren konsumieren. Wasser und Tee dürfen noch bis zu zwei Stunden vor dem Termin zur Wurzelspitzenresektion getrunken werden. Nach der ambulanten Operation soll der Patient sich durch eine Begleitperson abholen lassen und kein Fahrzeug mehr selbst steuern.